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anja

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Rezension: Michelle Rowen - Level 6: Unsterbliche Liebe

Level 6 - Unsterbliche Liebe - Michelle Rowen

Der Klappentext zu "Level 6 - Unsterbliche Liebe" hörte sich so interessant und spannend an, dass ich dieses Buch einfach lesen musste. Leider konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, da ich mit den Protagonisten einfach nicht warm wurde und mir die Lösung der Probleme oftmals einfach viel zu leicht vonstatten ging.
Die Ideen der Autorin haben mir sehr gefallen, auch ihr Schreibstil liest sich gut und man kann sich gut in die Handlung hineinversetzen. Nur gelang mir dies leider nicht mit Ich-Erzählerin Kira. Für meinen Geschmack blieb sie zu oberflächlich und unsympathisch und ihr Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen. Auch Rogan blieb für mich recht blass und klischeebehaftet. Einzig sein Vater konnte mein Interesse mehr schüren, denn dieser sorgte für so manche Überraschung.
In den sechs Levels, die Kira und Rogan gemeinsam bewältigen müssen, geht es um Leben und Tod, weshalb den beiden nur selten Zeit zum Verschnaufen bleibt. Dementsprechend hoch ist natürlich die Spannungskurve. Gerade zum Ende hin, wird der Leser mit überraschenden Wendungen und spannenden Szenen an das Buch gefesselt.
Gerne hätte ich noch ein wenig mehr über die Umstände erfahren, die zu der Auslöschung von so vielen Menschen in dieser zukünftigen Welt geführt haben. Man erfährt zwar, dass es eine "Große Plage" gegeben hat, doch was genau das für eine Plage war und wodurch sie ausgelöst wurde, erfährt man nicht. Das fand ich ein wenig schade, denn gerade das macht dystopische Romane für mich so interessant.
"Level 6 - Unsterbliche Liebe" ist in sich abgeschlossen, hätte jedoch noch genug Stoff für eine Fortsetzung zu bieten.
Fazit:
Grundsätzlich ist die Idee zu "Level 6 - Unsterbliche Liebe" wirklich toll, die Spannungskurve beständig hoch und überraschende Wendungen gibt es ebenfalls, doch trotzdem konnte mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen. Die Charaktere blieben blass und unsympathisch, die eigentlich auswegslos scheinenden Situationen wurden viel zu einfach gelöst und die Dialoge wirkten teilweise ein wenig hölzern.
Deswegen vergebe ich 3,5 von 5 Punkten!