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anja

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Dark Canopy

Dark Canopy - Jennifer Benkau "Dark Canopy" ist eine absolut mitreissende, fesselnde, spannende und berührende Dystopie. Die Welt, die Jennifer Benkau da geschaffen hat, ist eine eher beängstigende, düstere. Menschen und die sogenannten Percents - für den dritten Weltkrieg erschaffene Krieger, die stark und schnell sind, gut im Dunklen sehen können, gut riechen können und deren größter Feind die Sonne ist - bekämpfen sich noch immer. Die Menschen werden unterdrückt und als Sklaven gehalten, doch einige von ihnen wollen so nicht leben und sind zu Rebellen geworden. Eine von ihnen ist Joy, die Ich-Erzählerin dieser Geschichte und ihr Freund Matthial, aus dessen Sicht ab und an auch erzählt wird. Joy ist keine dieser typischen "Heldinnen", eher im Gegenteil. Sie mag zwar mutig sein und gut kämpfen können, dafür ist sie jedoch ein eher unsympathischer Charakter, den man allerdings trotzdem irgendwie mögen muss. Ziemlich oft ist sie sehr egoistisch, setzt das Leben anderer aufs Spiel um ihre Ziele zu erreichen und schert sich dabei nicht wirklich um die Gefühle der Menschen, die sie eigentlich mag. Natürlich wächst sie in einer vollkommen anderen Welt auf, als wir sie kennen, was vielleicht erklärt, warum sie so abgestumpft ist. Im Laufe der Geschichte macht sie eine Wandlung durch, was daran liegt, dass ihre eigene Weltsicht komplett verschoben wird. Mit Matthial konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Er würde zwar alles für Joy tun, doch irgendwie bin ich mit ihm nicht so richtig warm geworden. Auch er verändert sich, jedoch nicht unbedingt zum Positiven. Neél ist mein Lieblingscharakter geworden. Er hat soviele Facetten, die man anfangs gar nicht an ihm vermutet. Er und Joy hassen sich anfangs noch, denn ganz besonders Joy hat viele Vorurteile über die Percents. Im Laufe der Geschichte erkennt man jedoch den wahren Charakter von Neél, der sich immer mehr herauskristallisiert und der überhaupt nicht so ist, wie man anfangs noch vermutet hat. Auch andere Percents sind nicht einfach nur knallharte Kampfmaschinen - auch wenn auf einige von ihnen diese Beschreibung ganz wunderbar passt. Immer wieder gab es ziemlich überraschende Momente, ganz besonders was Neél betraf. Jennifer Benkau hat einen wahnsinnig tollen Schreibstil, schafft es wunderbar Spannung aufzubauen und Szenen und Emotionen gefühlvoll zu beschreiben. Gerade das Ende ist einfach unglaublich emotional und unglaublich offen! Soviele Geheimnisse müssen noch gelöst werden und ganz besonders muss ich wissen, wie es nach diesem Ende weitergeht. Ich bin schon jetzt wahnsinnig gespannt, was im zweiten Teil der Duologie noch so alles ans Licht kommt (denn ich bin mir sicher, Jennifer Benkau hat da noch das ein oder andere Ass im Ärmel) und kann es kaum erwarten, bis es endlich - im Frühjahr nächsten Jahres - erscheint. Für mich eine der besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe und eines meiner neuen Lieblingsbücher.